Praxis für Ganzheitliche Therapie

 

Osteopathie

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine sanfte, ganzheitliche Methode, die ausschließlich mit den Händen erfolgt. Einer vorausgehenden gründlichen Anamnese folgt die Untersuchung und Behandlung von veränderten Strukturen oder Spannungen, die zu Funktionsstörungen führen. Ziel ist es, diese nachhaltig zu verbessern. Diese Therapie ist für Menschen jeden Alters geeignet - vom Neugeborenen bis zum betagten Menschen.

Man unterscheidet drei Bereiche:

Die Craniosacral-Therapie, entwickelt von dem amerikanischen Osteopathen W.G. Sutherland beschäftigt sich mit dem Rhythmus der Hirnflüssigkeit, die im Schädelinnenraum und entlang der Wirbelsäule pulsiert.

Sie bringt die untereinander beweglichen Schädelknochen, die Wirbelkörper und das Kreuzbein in Schwingungen und setzt sich von dort aus wie eine Wasserwelle über den ganzen Körper fort. Ist dieser Bewegungsrhythmus und die damit verbundene Frequenz gestört, wirkt sich dies negativ auf das körperliche und psychische Wohlbefinden aus.

Die craniosacrale Therapie erfordert eine große Sensibilität des Therapeuten. Sanfte, vom Patienten kaum wahrnehmbare Berührungen des Therapeuten, setzen die Heilungsprozesse körpereigener Selbstregulierungsmechanismen wie etwa das Immunsystem, das Hormonsystem oder die Stressverarbeitung in Gang.

Hier unterscheidet man weiter zwischen unterschiedlichen Ansätzen von streng mechanisch und invasiv sowie biodynamisch. Bei der Craniosacralen Biodynamik nimmt der Behandler eine aufnehmende, lauschende Haltung ein, der Einfluss von außen wird minimiert. Dadurch kann ein Spannungsausgleich stattfinden, tiefe Kräfte können wirken und ermöglichen eine Neuregulation.

Die viszerale Therapie konzentriert sich auf die Behandlung der inneren Organe. Diese haben kaum wahrnehmbare Eigenbewegungen, sind diese eingeschränkt, kann es zu Symptomen kommen. Diese Einschränkungen können verschiedene Ursachen haben wie z.B. Operationsnarben, (ausgeheilte) Entzündungen oder auch Traumata unterschiedlicher Art.

Die parietale Therapie behandelt den Bewegungsapparat mit den Knochen, Faszien, Muskeln und Sehnen. Dazu gehört auch die Muskel-Energie-Technik (MET), eine spezielle, sanfte Technik aus der Ostepathie, mit der Fehlstellungen an Gelenken, auch blockierte Wirbel durch isometrische Kontraktionen, d.h. mit der Muskelkraft des Patienten, in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht werden. Durch die sanfte Art der Veränderung und der Mithilfe des Patienten bestehen fast keine Kontraindikationen für die MET, mit der sehr effektiv Blockierungen und Fehlstellungen behoben werden können. Zur Anwendung kommt sie bei Rücken- und Gelenkschmerzen.

Die möglichen Anwendungsgebiete der Osteopathie sind recht vielschichtig, wie zum Beispiel Migräne, Kopfschmerzen, Allergien, Ohrenrauschen und Skoliose sowie Probleme mit Magen, Leber, Nieren/Blase (z.B. Blasenentzündungen), Darm und Gebärmutter. Bei Kindern sind insbesondere Konzentrations- und Lernschwierigkeiten, Hyperaktivität und Dreimonatskoliken zu nennen.

Diese Form der Osteopathie basiert auf der Arbeit mit dem craniosacralem Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zeigt. Diese Flüssigkeit nährt, bewegt und schützt unser Nervensystem - vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sakrum). Da der craniosacrale Rhythmus sich über das Bindegewebe im ganzen Körper ausbreitet, ist er überall tastbar. Der Therapeut erspürt die Qualität der rhythmischen Bewegungen und kann sie unterstützen und harmonisieren.
Daraufhin können sich Verspannungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen lösen, das Immunsystem erfährt eine Stärkung und die Vitalfunktionen stabilisieren sich. Im Anschluss an eine craniosacrale Behandlung fühlen wir uns meist entspannter, energiereicher und lebendiger.